Stellungnahme zu dem Bericht „Stadtwerke wollen nicht erneut Kosten und Risiken tragen“ aus der Heinsberger Zeitung

 

Stellungnahme zu den Bericht „Stadtwerke wollen nicht erneut Kosten und Risiken tragen“ aus der Heinsberger Zeitung

 

Für unsere Badegäste war in den letzten beiden Jahren im Freibad alles im grünen Bereich. Die ersten beiden Jahre des  3-jährigen Probebetrieb des Freibades durch die Bürgerbad Kirchhoven gGmbh hat das geleistet, war wir den Bürgern und dem Rat der Stadt Heinsberg versprochen haben. Ein saniertes , gepflegtes und freundliches Freibad das man in den letzten 10 Jahren so nicht vorfinden konnte. Geleistet haben das ehrenamtliche Helfer mit 960 Einsatzstunden in der Gartenpflege, 480 Stunden in der Reinigung der Sanitärräume, 120 Stunden für die Beckenreinigung, 1200 Stunden für den Kioskbetrieb, 960 Stunden für die Betreuung der Eintrittskasse, 420 Stunden für die Betreuung und Verbesserung der Technik, 480 Stunden für die Geschäftsleitung  und 350 Stunden für den Umbau der Räume und Anlagen. Mit diesem Einsatz von fast 5.000 Stunden im unbezahlten Ehrenamt  pro Jahr wurde  ein deutlicher Anstieg von über 31.000 Tageskarten und über 510 Dauer-Premiumkarten durch den Bürger honoriert. 

Wir stellen uns jetzt natürlich die Frage was wir unseren ehrenamtlichen Helfern erklären sollen  wenn die Stadtwerke Heinsberg GmbH laut der Geschäftsführung  angeblich keine Kosteneinsparung feststellen kann?  Für 5000 Stunden die im Ehrenamt geleistet wurden  hätten die Stadtwerke Heinsberg fast 100.000 € zahlen müssen.

Grundlage für die Vergabe der Betriebsführung an die Bürgerbad Kirchhoven gGmbH ist das vorgestellte Konzept aus 2015 das der Förderverein mit Hilfe des Dipl. Ing. Fred Lenzen aus Aldenhoven erstellt hat. Dieses Konzept liegt schriftlich jedem Ratsmitglied sowie der Verwaltung und der Geschäftsleitung der Stadtwerke Heinsberg GmbH vor. Dieses Konzept ist für alle Vertragsparteien bindend. Inhaltlich hat sich unsere Betreibergesellschaft an alle Eckdaten gehalten.

Für den dauerhaften Betrieb des Freibades haben wir aus der Erfahrung der letzten beiden Betriebsjahre ein Konzept erstellt wie eine Betriebsführung des Freibades konfliktfrei und zukunftsorientiert erfolgen kann. Darin ist ein dauerhafter Zuschuss von 70.000 € mit einem Inflationsindex genannt sowie eine Gestellung von 2.400 Stunden von Fachangestellten für das Bäderwesen (Schwimmmeister).  Bisher haben wir einen jährlichen Zuschuss von durchschnittlich 68.500 € erhalten.

Keine Einsparungen für die Stadtwerke Heinsberg  und kein Finanzierungskonzept vorhanden?

Die Geschäftsleitung der Stadtwerke beziffern ein Defizit von 309.952,85 € im Jahr 2017? Allerdings hat unsere Betreibergesellschaft 56.700 € an Fördermittel erhalten.  Dazu wurde vorhandenes Personal zur Verfügung gestellt. Die hohen Abschreibungskosten für das Bilanzvermögen des Freibades können wir nicht beeinflussen. Wenn unsere Betreibergesellschaft keine Zuwendungen erhalten würde - sollte dieser Logik folgend das Freibad immer noch erhebliche Verluste für die Stadtwerke erwirtschaften? Zudem werden uns in den jährlichen Nebenkostenabrechnungen Umlagen wie Grundsteuer (Gewinn für die Stadt) und Trinkwasser (Gewinn für die Stadtwerke) voll in Rechnung gestellt. Im Fazit unseres Konzeptes aus 2015 haben die Stadtwerke Heinsberg in 2016 292.000 € und in 2017 295.000 € zu den früher geplanten Haushaltsansätzen eingespart. Für 2018 sollen 261.000 € laut Konzeptansatz eingespart werden. Zudem braucht die Stadt Heinsberg wegen unserem Freibadbetrieb eine Förderung in Höhe von 168.000 € nicht zurückzuzahlen.

587.000 € Einsparung für die Stadtwerke und dann negative Berichterstattung?

Wir können uns die tatsächlichen Hintergründe nicht erklären warum so eine negative Grundeinstellung bei der Geschäftsleitung der Stadtwerke vorhanden ist? Wir sehen aber bei den Gesellschaftern der Stadtwerke ein anderes Denken und die Bereitschaft Lösungen zu entwickeln.

 

Die Stadtwerke halten vertragliche Vereinbarungen nicht ein!

Mit dem über ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zugesagten 4 Fachangestellten für Bädertechnik haben wir gemischte Erfahrungen. Zwei Bademeister haben sich hervorragend entwickelt und haben mit Leidenschaft und Engagement unsere Badegäste begeistert. Diese Zusammenarbeit war harmonisch und erfolgreich. Leider wurden aber die vertraglich zugesicherten Leistungen der Stadtwerke nicht eingehalten. So konnten wir im letzten Jahr einen Ausfall über 50 % der Arbeitszeit bewerten. Im Jahr 2016 war ein Ausfall über 35 % vorhanden. Dazu haben wir eine Bewertung eines Fachanwaltes vorliegen der diesen Umstand rügt. Daher sehen wir für die Zukunft eine Lösung in klaren Aussagen und Schnittstellen. Entweder die Stadtwerke geben eine konkrete Zusage in Stunden für vorhandene Bademeister oder die Betreibergesellschaft organisiert komplett eigene Badeaufsichten (Empfehlung Netzwerk Bürgerbäder) mit Ausgleich über den jährlichen Zuschuss.

Bereits im Konzept von 2015 war das Thema Urlaub präsent!

In unserem Konzept war das Thema anteiliger Jahresurlaub bereits thematisiert worden. Damit halten wir auch die Anforderungen des Bundesurlaubsgesetzes ein. Durch ein flexibles Arbeitszeitkonto sind natürlich auch höhere Urlaubsansprüche vertretbar – die mit Plusstunden ausgeglichen werden können.

Schwimmmeister mit eingeschränkten Tätigkeiten?

Warum darf ein Schwimmmeister im Hallenbad mehrere Tätigkeiten durchführen als  im Freibad? Gibt es Unterschiede im Anforderungsprofil bei den Bademeistern in Heinsberg, Haaren oder Kirchhoven? Die Fragen stellen wir uns wenn wir erfahren, dass die Geschäftsleitung der Stadtwerke den Schwimmmeistern außer der Badeaufsicht fast alle Tätigkeiten verbietet? Wie sollen wir das dem Badegast oder unseren vielen ehrenamtlichern Helfern erklären? Beim Bundesverband Bürgerbäder sieht man mit diesen Einschränkungen einen klaren Willen den Betrieb des Freibades möglichst aufwendig und unattraktiv für den Betreiber zu gestalten.    

Nutzungskonzept und Ausblick in die Zukunft

Der Förderverein hat mit über 720 Mitgliedern und einer breiten Unterstützung aus Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe ein hohes Interesse für die 45.000 Bürger in unserem Stadtgebiet ein attraktives Freibad vorzuhalten. Dieses Freibad ist ein entscheidender Standortfaktor in unserer Region. Die Betreibergesellschaft hat ein schlüssiges, nachvollziehbares Konzept vorlegt. Dieses Konzept ist vergleichbar mit Pacht- und Betreiberverträgen aus anderen Kommunen. Für das Freibad Laggenbeck liegt uns ein Vertrag mit der Stadt Ibbenbühren vor. Wir widersprechen den Aussagen der Geschäftsleitung der Stadtwerke Heinsberg das unser Anforderungsprofil nicht tragbar ist. Jedes Bürgerbad benötigt finanzielle Unterstützung. Kein Freibad ist wirtschaftlich zu betreiben. Diese Aussage wird in unserem Konzept aus 2015 durch Dipl. Ing. Fred Lenzen auf der letzten Seite bestätigt. Wir werden in den nächsten Wochen für unser Konzept in den Fraktionen und Parteien der Stadt Heinsberg werben, bieten einen Informationsaustausch an und sind zuversichtlich eine gute und tragfähige Lösung für unser Freibad in Kirchhoven zu entwickeln.

 

Termine 2018

 

Sa. 21. Juli 2018:

Familienfest mit Fun & Action Pool-Party

 

Sa. 25. August 2018:

Warmbadenacht

 

So. 26. August 2018:

Dämmerschoppen und Cafeteria

 

So. 9. Dezember 2018:

Weihnachtfest mit Eintopf, Punsch und Glühwein

 

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