Am Freibad schlagen Wellen wieder hoch Wie planen wir unsere Zukunft?

 

 

Unsere  Stellungnahme zur Berichterstattung der Heinsberger Zeitung wegen der Rücktritte von Laury Hubert und Philip Rademacher

 

Für unsere Badegäste ist im Freibad alles im grünen Bereich. Noch nie war das Bad so sauber und gepflegt. Wir bekommen als Betreiber des Bürgerbades so viel positiven Zuspruch wegen der neu renovierten Dusch- und Sozialräume. Unser Konzept ist angenommen worden – so bewerten wir den Verkauf der Premiumkarten, der anwachsenden Mitgliederzahl für den Förderverein sowie die Unterstützung von Sponsoren, Organisationen und Vereinen. Wir sind stolz auf die vielen freiwilligen Helfer, die ehrenamtlich WC Anlagen und Duschen reinigen, unsere Gartenanlage pflegen, die Schwimmbecken reinigen, das Eintrittsgeld kassieren und Premiumkarten-Anträge ausfüllen, Gäste im Kiosk bewirten oder zu jeder erdenklichen Zeit die Technik überwachen und pflegen. Besonders die Geschäftsführer verbringen ehrenamtlich fast Ihre komplette Freizeit im Bad und organisieren, planen, besorgen und kümmern sich um viele Details. Innerhalb unserer Freibadanlage läuft außer dem hohen Krankheitsstand der Schwimmmeister alles rund. Es könnte so gut und glatt laufen – aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass Personen, die bisher in keinem Verein integriert waren, andere Meinungen nicht akzeptieren bzw. Eitelkeiten vorleben.

 

Warum Gesellschaft und Förderverein?

Der erste Vorstand hat sich unmittelbar nach dem Zuschlag mit dem Betreibermodell des Freibades Anfang 2016 beschäftigt. Durch die eingeschränkte Haftungsfrage hat man sich für eine gemeinnützige Firma entschieden. Dazu mussten Geschäftsführer gesucht und bestellt werden die ehrenamtlich tätig sind aber doch in einer besonderen Verantwortung nach dem GmbH Recht stehen. Allen Beteiligten war es klar, das solche Personen mit diesen Rahmenbedingungen nicht an jeder Ecke zu finden sind. Wir sind froh, dass Norbert Doutrelepont und Roland Schößler dieser besonderen Verantwortung für das Bad jeden Tag gerecht werden. Die Zusammenarbeit mit den Teamleitern funktioniert ohne Beanstandungen, der Informationsaustausch ist da. Jeden Monat findet eine Vorstandsversammlung statt, bei der Reparaturen und Investitionen, Aktivitäten und Neuigkeiten aus den Teams besprochen werden. Die meisten Teamleiter sind auch gewählte Vorstandsmitglieder im Förderverein. Daher ist eine Transparenz und eine schnelle Meinungsfindung gegeben.

 

Vorstand sieht viele Dinge anders als Laury Hubert und Philip Rademacher

90 % aller Investitionen wurden im Frühjahr einvernehmlich besprochen und geregelt. Die vorgesehene Fensteranlage für das Büro und den Sanitätsraum (Zugang Kiosk) sollte erst im nächsten Jahr verbaut werden. Jedoch entsprachen die vorliegenden Angebote für ein Schutzgitter der leicht zugänglichen Türen keinem Wirtschaftlichkeitsgebot für einen Übergangszeitraum von 12 Monaten. Daher wurde auf ein Sonderangebot der Fensterfachfirma zurückgegriffen. Im Hintergrund der Vorgaben und Bestimmungen für Datenschutz und Lebensmittelkontrolle hat der Vorstand dies im Nachgang befürwortet und genehmigt. Daher sind für uns die erhobenen Vorwürfe der Arglosigkeit mit den Finanzen nicht nachvollziehbar. Vertrauen ist ein Gut, das man sich erarbeiten muss – und das schnell Risse bekommen kann. Eine sachlich aufgebaute Kommunikation regelt das Zusammenspiel in einer Familie, in einer Firma und in einem Verein. Diese Grundregeln mussten wir beim Vorsitzenden immer wieder einfordern. Nachdem über Wochen keine Vorstandssitzung vom Vorsitzenden im Mai einberufen wurde und die Kommunikation zwischen dem Vorsitzenden und dem Vorstand, den Geschäftsführern und den Teamleitern immer schwieriger wurde - entwickelte Jürgen Hohnen einige Leitlinien die eine klare Verantwortlichkeit und Aufgabenverteilung regeln sollten. Dazu wurden Erfahrungen aus der täglichen Arbeit vieler Ortsvereine eingeholt. Wenige Tage vor dieser Sitzung präsentierten Laury Hubert und Philip Rademacher einen eigenen Leitlinien-Entwurf. Bei diesem Entwurf hätte keine Person Ihre Bereitschaft erklärt- ehrenamtlich als Geschäftsführer tätig zu sein. Mangelndes Vertrauen kann keine Grundlage für eine Teamarbeit bilden – zumal dieses Freibad mit einem Jahresumsatz um die 100.000,- € wie eine Firma organisiert werden muss.

 

Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Stadt Heinsberg

Die Zusammenarbeit gestaltet sich in der täglichen Praxis nicht immer einfach. Erklärungen dazu hatte es bereits auf der Mitgliederversammlung im April gegeben. Ein anschließendes Treffen gemeinsam mit den verschiedenen Fraktionen im Rat der Stadt Heinsberg und dem Bürgermeister sowie den Geschäftsführer der Stadtwerke eskalierte durch die Tonlage von Laury Hubert. Die Fraktionsvorsitzenden waren etwas verwundert über diesen Stil. Dies war unserem gemeinsamen Ziel absolut nicht förderlich. Zum Glück konnten alle mit Hilfe von Roland Schößler nach seinem Urlaub zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückfinden.

 

Kosten- und Finanzkonzept ist vorhanden

In der Zeitung wurde darüber berichtet das Laury Hubert einen fehlenden Finanzplan und ein Kostenkonzept reklamiert. Richtig ist, das bereits 2015 ein detailliertes Konzept der Öffentlichkeit (abrufbar auf unserer Hompage) und dem Rat der Stadt Heinsberg sowie den Stadtwerken vorgelegt wurden. Demnach erwarten wir in 2017 Erlöse von 88.450 € und Kosten von 145.150 €. Der Verlust von 56.700 € wurde bereits im Frühjahr durch einen Zuschuss der Stadtwerke in gleicher Höhe ausgeglichen. Weitere Rückstellungen von 26.000 € für weitere Reparaturen und Investitionen sollen in diesem Jahr gebildet werden. Wir befinden uns im Plansoll.

Das gilt auch für die erwarteten 32.246 Besucher in dieser Saison bis Ende August. Bei der aktuellen guten Wetterlage und der geplanten Warmbadenacht am 26. August rechnen wir mit höheren Besucherzahlen. Das gleiche gilt für den Verkauf der Premiumkarten der in diesem Jahr über 100 % Steigerung zu den Verkaufszahlen aus dem Stadtwerke-Betrieb resultiert.

 

Arbeit im Förderverein

In den letzten beiden Wochen wurde intensiv an einer neuen Hompage und einer neuen Facebook-Seite gearbeitet. Das war erforderlich nachdem Laury Hubert die Website mit Vermerk auf geistiges Eigentum zunächst für Terminankündigungen blockiert und später abgeschaltet hatte. Das gleiche galt für die Facebook-Seite wo bereits fast 3000 User registriert waren. Da auch die URL-Adresse nicht zur Verfügung stand war ein intensiver Neuaufbau für die Aktivitätenbewerbung des Freibades erforderlich. Wir alle sind enttäuscht über diese Vorgehensweise – da hier nicht Personen sondern auch dem Projekt und damit dem Ziel der Freibadzukunft geschadet wird. Zudem wurden Sponsoren und Finanzmittelzuweisungen vernachlässigt und nicht abgerufen. Die jetzige Hompage unter www.freibadkirchhoven.de und die neue Facebook-Seite erfreut sich in kurzer Zeit hoher Zuspruchswerte. Alleine die Warmbadenacht wird jetzt von uns beworben und erreichte innerhalb einer Woche 15.133 Personen, 290 Likes und 73 positive Kommentare.

 

Wie planen wir unsere Zukunft?

Wir möchten als verbleibender Vorstand bis April 2019 die Geschicke des Freibades mit Förderverein und Gesellschaft leiten. Dann findet wie geplant die Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen statt. Da der Probebetrieb des Freibades nach 3 Jahren Ende 2018 endet stehen jetzt schon die Verhandlungen mit den Stadtwerken Heinsberg GmbH an. Wir kennen jetzt die Vor- und Nachteile der bestehenden Verträge und lassen uns von anderen Bürgerbädern beraten- die vor vielen Jahren eine ähnliche Situation mit Ihren Städten und Gemeinden erlebt haben. Wir möchten die Premiumkarte so attraktiv wie irgend möglich machen. Das Bürgerbad in Gimbsheim(Pfalz) hat es geschafft jährlich 3500 Premiumkarten in einer ländlich geprägten Region zu verkaufen. Damit ist bereits jährlich am 1. Mai der wirtschaftliche Fortbestand des Bades gesichert. Das übrige erleben die Mitglieder des dortigen Schwimmvereins ebenfalls über einen hohen Zuspruch und Vertrauen in die verantwortlichen Personen. Wir werden den Sprungturm nach dem vorliegenden Gutachten weiter prüfen und neu beschichten lassen. Das gleiche gilt für das Kinderplanschbecken. Uns ist es gelungen eine Siemens SPS Software für eine geringe Investition zu erhalten. Diese Software ist für unser Bad überlebensnotwendig. Diese ist im Oberbrucher Freibad gestohlen worden.  Im nächsten Jahr möchten wir unser 80-jähriges Bestehen des Freibades mit der Eröffnung feiern. Unterstützung ist uns bereits zugesichert worden.

 

Und hier kommt unsere Bitte an unsere Helfer, Mitglieder, Unterstützer und Sponsoren:

Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Aussagen einiger Personen nicht irritieren. Fordern Sie bei konkreten Wünschen- oder Anregungen ein Gespräch ein. Sprechen Sie uns an – oder schicken uns eine Mail oder eine WhatsApp. Wir möchten dieses Projekt das in unserer Region einmalig ist weiterhin unterstützen und fördern. Dazu ist die Unterstützung und Mithilfe vieler Bürger notwendig. Egal ob im Förderverein bei Infoständen auf Festen oder in der täglichen Arbeit innerhalb der Freibadanlage.

Der Vorstand des Fördervereins Freibad Kirchhoven e.V.

Die Geschäftsführung und Teamleiter der Freibad Kirchhoven gGmbH

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